Mittwoch, 13. November 2013

[Leben] Ich bin auf dem Richtigen Weg ...


Vor einiger Zeit schrieb ich den Post "der neue Weg"
Als ich den Post schrieb war ich traurig, traurig über die Menschen die weg waren, traurig über das was war und ich hatte angst vor dem was kommt.
Ich war dankbar für die Menschen die da waren und der Text schrieb sich so unendlich leicht, denn er kam direkt aus dem Herzen.


Jetzt wo einige Zeit vergangen ist und ich den Text noch mal lese ist er immer noch genau das was ich da fühlte und er beschreibt alles so wie es ist oder wie es war.

Denn gerade bei der Danksagung fällt auf das auch die Menschen die einen Aufstellen und wo man denkt die bleiben für immer, nicht für immer bleiben.
Sie sind dann auch ein Teil von dem was an einem Klebt. Aber es ist nicht immer Mist.
Es ist einfach was anderes klebriges, etwas was nicht stinkt, eine Erinnerung.


Und es ist im Leben einfach so das Menschen kommen und gehen. Ab und zu ist man traurig und ab und zu dankbar. Dankbar bin ich auf jeden Fall. es ist so viel passiert was mir gezeigt hat was das Leben alles drauf hat.
Und ich bin Dankbar über die Menschen an meiner Seite.

Meine Ergotherapeutin die auch schon im ersten Post dankbar erwähnt wurde ist mit Abstand das beste was mir je passiert ist. 
Ich war so verzweifelt, so hilflos weil keiner helfen konnte. Frau S. sie wissen einfach schon alles, es gibt nichts was wir ihnen bei bringen können. Das was jetzt noch wichtig ist, ist die Umsetzung von dem was alle ihnen ihr leben lang beigebracht haben.
Aber ich kann das nicht, es geht nicht ....
Oder wollte ich einfach nicht ???


Und so bekam ich dann den Auftrag mir eine Gruppe zu suchen, eine Gruppe gleich gesinnter, eine Gruppe in Form der Ergotherapie.
Gruppen hat mein Dorf nicht im Angebot.
Und so kam ich zu Anika.

Ein mal die Woche treffen wir uns für eine Stunde, sitzen dort, trinken Tee und reden.
Über Sie, über Mich, über Andere.

Sie ermutigt mich in meinem Weg. Und dieser Weg führte nach Fehmarn.
Weit weg von allen was hier war. Weit weg von dem Mist und weil der Wind an der Küste so stark ist habe ich auch gar nicht mehr geistunken, ich bekam neue Kleidung und ich bekam das schönste Geschenk was man bekommen kann.
Die Liebe eines Kindes. Ok in meinem Fall waren es viele Kinder.
Ich lernte jeden Tag dazu, habe auch geweint, war verzweifelt, habe geflucht und gefleht.


Aber ich ging weiter, Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat.
Und siehe da irgendwann wusste wer ich bin, was ich kann und was mir am Arsch vorbei geht.
Und ich tat Dinge die ich mich vor ein paar Monaten noch nicht traute.
Ich veränderte mich und ich fing an mich zu lieben so wie ich bin.

Und auch jetzt obwohl ich wieder Daheim bin und es Tage gibt an den ich vor diesem dunklen Abgrund stehe und kurz vorm fallen bin, erinnere ich mich an das was ich geschafft habe.
Und dann ist da ja auch noch Anika. Oft weiß ich gar nicht wo drüber wir geredet haben, aber ich weiß das wir gelacht haben und ich gehe mit einem lächeln aus ihrer Tür und weiß ich bin auf dem Richtigen Weg.

Fortsetzung folgt ....

Eure

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